Ein Balkongeländer aus Schmiedeeisen ist eines der wenigen Bauteile, das an einem Haus sowohl tragen als auch schmücken muss. Es hält die Absturzhöhe, es trägt Blumenkästen und Kinder, die sich anlehnen, und es bestimmt gleichzeitig, wie die Fassade von der Straße aus wirkt. Deshalb lohnt es sich, beim Muster nicht das erstbeste zu nehmen.
Dieser Beitrag zeigt, welche Stile es gibt, was zu einer Gründerzeitfassade passt und was zu einem Neubau, und worauf man bei Statik und Befestigung achten muss. Preise und Modelle für unsere Geländer stehen auf der Seite Geländer und Fenstergitter aus Polen, die Kostenübersicht im Beitrag Geländer aus Polen: Preise, Materialien, Montage.
Bevor es um Optik geht, ein paar Zahlen. In Deutschland gilt für Balkongeländer ab 1 Meter Absturzhöhe eine Mindesthöhe von 90 cm, ab 12 Metern Absturzhöhe 110 cm, je nach Landesbauordnung. Der Handlauf muss eine waagerechte Last von 0,5 bis 1,0 kN pro Meter aufnehmen, also grob das Gewicht eines Erwachsenen, der sich mit vollem Gewicht dagegen lehnt. Und der lichte Abstand zwischen den Stäben darf 12 cm nicht überschreiten, damit kein Kinderkopf durchpasst.
Ein schmiedeeisernes Geländer erfüllt das ohne Mühe. Vierkantstäbe 12 × 12 mm, ein Handlauf aus 40 × 8 mm Flachstahl oder Rundrohr, alles verschweißt und feuerverzinkt. Kritisch ist nicht das Geländer, sondern die Befestigung an der Balkonplatte, dazu weiter unten.
Häuser aus den Jahren 1870 bis 1914 hatten fast immer Geländer mit gebogenen Elementen: C-Bögen, S-Schnörkel, Ranken, oft ein Mittelmotiv mit Rosette oder Blatt. Wer ein solches Geländer ersetzen muss, sollte das Original fotografieren, bevor es abgebaut wird. Wir bauen Muster nach, auch wenn nur noch ein Segment erhalten ist. In vielen Städten schreibt der Denkmalschutz das ohnehin vor, und die Behörde will meist eine Zeichnung sehen, bevor sie zustimmt.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Muster geometrischer: Rauten, Kreise, versetzte Rechtecke, gerade Stäbe mit einem einzigen Zierelement in der Mitte. Diese Geländer lassen sich gut aus Flachstahl fertigen und sind günstiger als die verschnörkelten Gründerzeitmuster, weil weniger Handarbeit drinsteckt.
Bei Häusern aus den 50er und 60er Jahren waren die Geländer schlicht: senkrechte Stäbe, manchmal Wellblech oder Drahtglas als Füllung. Hier hat man beim Austausch die freie Wahl. Ein einfaches Stabgeländer in Anthrazit macht aus einer müden Fassade mit wenig Aufwand ein ordentliches Bild.
Am Neubau will man selten Ornamente. Drei Muster, die wir dort am häufigsten montieren:
Alle drei bauen wir auch als Fenstergitter im gleichen Muster, damit Erdgeschossfenster und Balkone zusammenpassen. Welche Gitter es gibt und was sie kosten, steht im Beitrag Balkongeländer und Fenstergitter aus Polen.
Ein Geländer ist nur so gut wie seine Verankerung. Drei Varianten sind üblich. Die Aufsatzmontage, bei der die Pfosten mit Fußplatten oben auf der Balkonplatte verdübelt werden, ist die einfachste, nimmt aber Platz weg und die Dübel müssen in tragenden Beton, nicht in den Estrich. Die Stirnseitenmontage, bei der die Pfosten seitlich an der Plattenkante befestigt werden, spart Fläche und ist die schönere Lösung, braucht aber eine Plattenstärke von mindestens 16 cm. Die Einbetonierung kommt nur beim Neubau in Frage, wenn die Pfosten schon vor dem Betonieren gesetzt werden.
Bei Altbauten ist die Balkonplatte oft der Schwachpunkt: Betonabplatzungen, korrodierte Bewehrung, Feuchtigkeit. Wer ein neues Geländer an eine marode Platte schraubt, hat in fünf Jahren zwei Probleme. Deshalb schauen wir uns die Platte beim Aufmaß an und sagen offen, wenn sie erst saniert werden sollte.
Ein schlichtes Stabgeländer, feuerverzinkt und pulverbeschichtet, liegt bei uns grob zwischen 160 und 280 Euro pro laufenden Meter, geschmiedete Muster mit Ornamenten zwischen 220 und 450 Euro. Ein Balkon mit 4 Metern Geländer kostet also je nach Muster 700 bis 1.800 Euro plus Montage. Nachbauten historischer Geländer werden nach Zeichnung kalkuliert. Verglichen mit deutschen Schlossereien liegen wir bei gleichem Material meist 20 bis 40 Prozent darunter, weil die Lohnkosten in Gubin niedriger sind, nicht weil der Stahl dünner wäre.
Mindestens 90 cm bei Absturzhöhen bis 12 m, darüber 110 cm. Die genaue Vorgabe steht in der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes.
Beim Austausch in gleicher Höhe und Bauart in der Regel nicht. Bei denkmalgeschützten Häusern brauchen Sie die Zustimmung der Denkmalbehörde, dafür reicht meist eine Zeichnung mit Maßen und Muster.
Nicht, wenn es feuerverzinkt ist. Das Zinkbad schützt auch die Schweißnähte und die Innenseiten. Die Pulverbeschichtung darüber ist die Farbe, nicht der Rostschutz. Beschädigte Stellen werden lokal ausgebessert.
Ja. Ein Foto und ein Segment als Muster reichen. Für den Denkmalschutz fertigen wir eine Zeichnung, die Sie bei der Behörde einreichen können.
Schicken Sie uns ein Foto des Balkons, die Länge des Geländers und Ihre Postleitzahl. Innerhalb von 24 bis 48 Stunden haben Sie ein erstes Angebot mit Mustervorschlägen.
Telefon: 0152 52 32 53 44
E-Mail: info@polzaun.de
Online: Kostenloses Angebot anfordern
Wir sind uns dessen bewusst, dass unsere Kunden an hochwertigen Schmiedezäunen und anderen Schmiedeprodukten interessiert sind. Bei Polzaun können Sie Zäune, Tore und Geländer aus Polen aus nicht legiertem Stahl von sehr hoher Qualität bestellen, die standardmäßig feuerverzinkt sind. Unsere hochqualifizierten Mitarbeiter sind für die sorgfältige Verarbeitung unserer Zaunfelder, Tore, Geländer sowie Fenstergitter verantwortlich.